Welches eLearning Tool ist das Richtige für uns?
Wie Sie sich richtig entscheiden und wie ein eLearning Kurs aufgebaut wird erfahren Sie hier

Den Begriff "eLearning" hören wir mittlerweile immer häufiger, aber was bedeutet er? Wenn Sie noch neu auf diesem Gebiet sind, hört sich der Name vielleicht verwirrend an. Man denkt eventuell an elektronisches Lernen, stellt sich das Ganze wie ein Zoom-Call vor. Wir wollen hier ein bisschen aufklären, auf was Sie achten sollten, wenn Sie nach einem passenden Tool für sich und Ihr eLearning Angebot suchen und vor allem wie der Aufbau sein sollte.

Was ist und was kann ein eLearning Tool?
eLearning Tools geben Ihnen  die Möglichkeit, digitale multimediale Lernpakete (Schulungen und Coachings) zu erstellen und Ihren Kunden und Webseiten-Besuchern zur Verfügung zu stellen.

eLearning ist nicht einfach nur ein Video-Streaming oder ein einbinden eines Videos auf Ihrer Webseite. Mit einem eLearning Tool gestalten Sie komplette Kurse inklusive Dokumentation, Videos, Infografiken, Tests, Zeitlimit zum Beantworten der Fragen sowie der Möglichkeit eine Mindestanzahl richtig beantworteter Fragen zu erzwingen. Dazu gibt es die Möglichkeit Zertifikate zu erstellen.

Es gibt mittlerweile einige gute Stand-Alone-Tools, wie z.B. Gomo, Elucidat, Camtasia, Easygenerator oder auch Articulate Storyline. Das sind natürlich nicht alle. Sie können im Internet gute Blogs finden, die sich mit diesen Tools bereits auseinandergesetzt haben. Ein eLearning Tool ist auch in Odoo ERP enthalten. Sollten Sie Odoo 14 oder 15 in der kostenfreien Community-Version nutzen ist es ohne Zusatzkosten bereits dabei.

Ein vernünftiges eLearning Tool sollte folgendes können:
- Interaktivität in deine Kurse bringen
- Benutzerfreundlich sein
- Multiple Autoren zulassen
- Cloud basiert für weniger Speicherplatz Probleme und stabile Sicherheit für deine Daten
- Auswertungen bieten
- Multiple Medien zulassen
- Zertifikate für deine Schüler/Nutzer bieten
- Modern wirken

five person by table watching turned on white iMac

Wie sollten Sie vorgehen?


1. Was möchte Ihre Zielgruppe wissen?

Bevor Sie auch nur einen Finger krumm machen für Ihren Kurs, sollten Sie herausfinden, was genau Ihre Zielgruppe zu Ihrem Thema überhaupt wissen möchte. Erst daraufhin können Sie Ihren Kurs rund um die Beantwortung dieser Fragen auf- und ausbauen. Der Kurs sollte auf jeden Fall herausfordernd sein. Wer viel zu breit und oberflächlich Themen anspricht, wird auf Dauer keine Nutzer/Schüler halten. Natürlich sollte es auch nicht zu schwierig oder komplex sein, da sich sonst die Lust schnell in Stress verwandelt und das wiederum führt zu Lustlosigkeit.

Diese wichtigen Informationen sollten Sie in den nächsten Schritten unbedingt immer im Hinterkopf behalten!

2. Erstelle eine Kurs-Vorlage
Wichtig für Ihren Kurs ist es, das alles in Ihren Firmenfarben durchgängig ist. Das schafft Vertrauen und fördert zeitgleich Ihr Branding.

Für Ihre Videos können Sie ein ansprechendes Titelbild gestalten (z.B. in CANVA oder eines der vielen tolle Adobe Programmen) und dieses immer wieder anpassen. So sehen Ihre Video-Daten immer einheitlich aus. Ihre Infografiken und PDF-Formate können Sie ebenfalls in CANVA/Adobe gestalten. Unserer Meinung nach bietet Ihnen CANVA alles was Sie zu einer perfekten Dokumentengestaltung und -ausarbeitung benötigen. Denken Sie daran -> alle Unterlagen sollten einheitlich sein.

Mit Farben, Schriftarten und Schriftformatierungen lassen sich sehr gute Eindrücke hervorheben und unterstreichen. Das kannIhren Kunden helfen, die vielen Informationen besser zu verarbeiten.

man standing behind flat screen computer monitor

3. Wie du Inhalte ausarbeitest
Um sich mit Ihren Schülern zu verbinden, können Sie nicht einfach nur Fakten präsentieren. Wenn Sie ein eher komplexes Thema haben, hilft es wahrscheinlich, wenn Sie sich eine Geschichte ausdenken, die dieses Thema erklärt. Mit Geschichten kann der Mensch viele Informationen besser verstehen und auch speichern. Das Gute ist, dass Geschichten erzählen zu jeder Schulung super passt - Sie können Ihre Geschichte beispielsweise in Videos, Animationen oder Illustrationen anwenden.

Geschichten sind am wirkungsvollsten, wenn man sie kurz hält und nur Details enthält, die für die Lektion relevant sind. Manche behelfen sich mit Fallstudien, andere können sich Geschichten ausdenken, die es besser erklären können als jede Fallstudie der Welt. Es kommt hier auch etwas auf Ihre Fähigkeiten und Ihr Talent an. Entscheiden Sie daher nach Ihrem Bauchgefühl, was besser zu Ihnen passt.

4. Integriere Multi-Media Daten
Grafiken, Diagramme und Fotos helfen Ihnen bei der Erläuterung von Ihren Inhalten, während Videos das auditive Lernen ermöglichen. Fügen Sie auch einige interaktive Funktionen hinzu, um zu verhindern, dass das Lernen zu einer passiven Erfahrung wird. Desto mehr Sie Ihre Schüler (oder Kunden) einbinden können, desto lebendiger und interessanter fühlt es sich für sie an.

Jedes Element Ihres Kurses muss einen Zweck erfüllen. Ein Bild, zum Beispiel, ist zur reinen visuellen Stimulation nutzlos - es lenkt Ihre Schüler von der eigentlichen Botschaft ab.

5. Quizze und Aufgabenstellungen einbauen
Es ist wichtig, das die Informationen von Ihren Schülern gespeichert und verinnerlicht werden. Nur so gibt es ein Erfolgserlebnis. Hilfreich ist es daher, den Lernstoff in Sektionen zu unterteilen und nach jeder Sektion oder Kapitel eine praktische Aufgabenstellung und ein Quiz einzubauen. So kann geprüft werden, ob die Inhalte gut vermittelt werden konnte und das Gelernte auch verstanden wurde.

Damit keine Frustration wegen schlechter Testwerte aufkommt, sollte es möglich sein, ein Feedback zu bekommen. Zum Beispiel wäre es gut, wenn man eine zweite Chance mit einem kleinen Hinweis geben könnte. Wenn die Antwort danach wieder falsch ist, solltest du mit einer Erklärung die Frage lösen.

Quizfragen müssen nicht auf Multiple-Choice-Fragen beschränkt sein. Du kannst dich hier komplett austoben und auch mal neue Wege gehen. Vielleicht magst du ja Spiele oder interaktive Videos mit einbinden.

Am Ende des Kurses sollten Sie einen bewerteten Test anlegen. Dieser Test zeigt Ihren Schülern noch einmal deutlich, was sie alles bei Ihnen gelernt haben und gehen (hoffentlich) mit einem Erfolgserlebnis aus Ihrem Kurs. Sie könnten statt dem Abschlusstest auch eine interaktive Arbeitsaufgabe erteilen und ein Zertifikat nach Abgabe dieser Aufgabe in Aussicht stellen.


6. Es ist soweit - deiner erster Online-Kurs ist bereit
Nun sind Sie vorbereitet. Infografiken, Handbuch, Dokumente, Arbeitsaufgaben, Videos, Quizze. Alles erstellt. Nun laden Sie alles in Ihr eLearning-Tool und stellen es online. Vergessen Sie nicht, in Ihrer Kursbeschreibung genau zu beschreiben, was Ihr Kunde zu erwarten hat.

macbook pro displaying group of people

7. Ein letzter Check
Wenn es Ihnen möglich ist, lassen Sie einige Ihrer Freunde, Familienmitglieder oder auch Kollegen Ihren Kurs testen. Es wäre gut, wenn diese ehrlich genug wären, Ihnen ein konstruktives Feedback zu geben, dass Ihnen für eventuelle Überarbeitungen oder Anpassungen weiterhilft. Wir wünschen Ihnen auf alle Fälle viel Erfolg und viele tolle Kunden.


Wenn Sie mehr über den Einsatz von eLearning zum Geld verdienen wissen möchten, schauen Sie in unseren Blog: Wie du Umsätze mit eLearning generierst.

Welches eLearning Tool ist das Richtige für uns?
Melanie Lee 13 Dezember, 2021
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